ADAC GT Masters startet vor Alpenpanorama in zweite Saisonhälfte

Ragginger will im Porsche auf das Podium. Foto: ADAC / Thomas Suer

Ragginger will im Porsche auf das Podium. Foto: ADAC / Thomas Suer

(P). Das ADAC GT Masters gibt zum Start in die zweite Saisonhälfte richtig Gas. Vom Nürburgring reist die „Liga der Supersportwagen“ direkt zum Red Bull Ring nach Österreich. Bereits am kommenden Wochenende (09. bis 11. August) steht dort mit den Saisonrennen neun und zehn der Start in die zweite Saisonhälfte auf dem Programm. Die kurze Pause ist eine Premiere, erstmals startet das ADAC GT Masters an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden. Ein Fahrer im Feld fiebert dem Österreich-Gastspiel des ADAC GT Masters besonders entgegen. BMW-Pilot Dominik Baumann (20) aus Rum bei Innsbruck kommt gemeinsam mit Claudia Hürtgen (41, Aachen/D, PIXUM Team Schubert) im BMW Z4 als Tabellenführer zu seinem Heimrennen.

Corvette und Porsche zählen zu den Favoriten

Der zweifache Saisonsieger Baumann nimmt sein Heimspiel optimistisch in Angriff. „Ich komme entspannt zum Red Bull Ring. Zur Saisonmitte stehen wir an der Tabellenspitze, das ist ein sehr gutes Zeichen und wir haben dafür hart gearbeitet. Die Rennen werden sicherlich nicht einfach, denn der Red Bull Ring ist für unseren BMW eine schwierige Strecke. Ich schätze gerade die Konkurrenz von Corvette und Porsche sehr stark ein.“

Porsche hat auf dem Red Bull Ring bisher eine gute Bilanz. Auf der zweitschnellsten Strecke im Kalender des ADAC GT Masters konnte der Porsche 911 bisher drei von vier Rennen für sich entscheiden. Auf die Stärke seines „Elfers“ vertraut auch Martin Ragginger (25, Wals/A), der gemeinsam mit Robert Renauer (28, Jedenhofen/D, Tonino by Herberth Motorsport) bei seinem Heimspiel auf das Podium will. Mit einem guten Ergebnis in Österreich wollen auch Vorjahressieger Mario Farnbacher (21, Ansbach/D) und Philip Frommenwiler (23, CH / Farnbacher Racing) im Porsche ihre Titelchancen wahren.

Auf dem schnellen Red Bull Ring zählt vor allem Topspeed und das ist eine Disziplin, in der die Corvette ihre Stärke hat. Nach einem starken Auftritt am Nürburgring wollen Diego Alessi (41, I)/Daniel Keilwitz (41, Villingen/D) und Andreas Wirth (28, Heidelberg/D)/Christian Hohenadel (36, Quierschied/D, alle Callaway Competition) den Topspeed-Vorteil ihrer Corvette auf dem Red Bull in einen Podiumsplatz zu verwandeln.

Ein schwieriges Wochenende erwartet die Audi-Teams. Der ehemalige Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (32, Berglen-Steinach/D) und Christer Jöns (26, Ingelheim/D, Prosperia C. Abt Racing) waren zuletzt in der Eifel das schnellste Duo im Audi R8. Jöns blickt dem Rennen aber mit gemischten Gefühlen entgegen. „Ich mag den Red Bull Ring sehr gerne und komme dort immer gerne hin, aber für unseren Audi R8 zählt die Strecke zu den schwierigsten im Kalender, denn dort haben wir einen Nachteil beim Topspeed.“ Jöns Teamkollege Christopher Mies (24, Heiligenhaus/D), der gemeinsam mit René Rast (26, Frankfurt/D) antritt, will am Red Bull Ring im Audi R8 zurück an die Tabellenspitze, muss dazu aber auf schlechtes Wetter hoffen. „Am Red Bull Ring werden wir nur die Chance auf ein gutes Ergebnis haben, wenn es regnet“, so Mies. In einem weiteren Audi R8 will auch ein Österreicher um Punkte kämpfen: Daniel Dobitsch (29, Tirolo/I) tritt gemeinsam mit Aditya Patel (25, IND / MS RACING) bei seinem Heimrennen an.

Zu den Fanfavoriten zählen auf dem Red Bull Ring die Lokalmatadore von Grasser Racing mit einem Lamborghini Gallardo. Das Team von Gottfried Grasser aus Knittelfeld am Red Bull Ring absolviert einen Gastauftritt und setzt auf zwei waschechte Lokalmatadore. Den 600 PS starken Lamborghini steuern Hari Proczyk (37) aus St. Margarethen und der aus Spielberg stammende Gerhard Tweraser (24).

Enge Spitze in der Gentlemen-Wertung

Spannung herrscht auch an der Spitze der Gentlemen-Wertung, in der Porsche-Pilotin Christina Nielsen (21, DK / Farnbacher Racing) zuletzt am Nürburgring die Tabellenführung von Markenkollege René Bourdeaux (38, München/D, Tonino by Herberth Motorsport) übernommen hat. Nielsen startet am Red Bull Ring mit einem neuen Teamkollegen. Die Dänin wird vom amtierenden französischen GT-Champion Anthony Beltoise (42, F), dem Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Jean-Pierre Beltoise, unterstützt. Beflügelt von einem Doppelsieg auf dem Nürburgring, will auch Corvette-Pilot Toni Seiler (55, CH / Callaway Competition) auf dem Red Bull Ring angreifen.

Showrun am Mittwoch in der „Arena Fohnsdorf“

Das ADAC GT Masters stimmt auf das Wochenende auf dem Red Bull Ring bereits am Mittwoch (07. August) in der „Arena Fohnsdorf“ in Fohnsdorf mit einem Showrun ein. Ab 15:00 werden einige Sportwagen des ADAC GT Masters in der „Arena Fohnsdorf“ ausgestellt, dazu gibt es eine Autogrammstunde mit Fahrern der „Liga der Supersportwagen“. Ab 18:30 Uhr drehen Sportwagen aus dem ADAC GT Masters Demorunden auf einem abgesperrten Parcours.

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